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Grundgerüst

Letztendlich bleibt immer nur der klägliche Rest, das halbvolle (oder leere) Glas des grundlosen Pessimismus, ganz bescheiden einfach: der Rest vom Fest. Was übrig bleibt ist mitnichtnen immer schlecht, nein, diese negative Bezeichnung haftet aber an, quasi verbunden: der Rest = schlecht, minderwertig. Beginnt eigentlich schon in der Schule, man nehme den Sportunterricht als Beispiel. Der Lehrer fordert 2 Schüler auf: "Bildet eine Mannschaft, wählt abwechselnd jeweils einen für Euer Team." Nun geht es hin und her, klar, die restlichen Schüler werden weniger und weniger, es verbleibt der klägliche Rest, der gewählt werden muß. Schönen Dank auch, so kann man Selbstvertraue entwickeln - besonders, wenn man derjenige ist, der als Letzter genommen wird. Da sag ich nur: Hurra!? WTF?

Mit dem Wählen ist es überhaupt so eine Sache, da immer einer übrig bleibt bzw. den kürzeren zieht und verliert...sozusagen. Schade, daß jede Klassifizierung mit Auswahl beginnt, die an Fähigkeiten geknüpft ist. "Was? Mit den Noten an diese Schule? Beileibe nicht!" Egal, wieso es ist und wie es dazu kam. Egal, was aus demjenigen wird. Positive Bestätigung? Heutzutage ein Fremdwort! Rücksicht, Chancen? Was ist das?

Personalchefs googeln Ihre Bewerber, sehen auf Facebook, was zu finden ist, Polizei unter falschem Account im Netz, auch bei Facebook, beobachten, filtern, finden Tatverdächtige. Feine Sache. So gibt der Rest vom Fest ein Stelldichein im virtuellen Raum, beschwert sich über mangelnde Chancen am Arbeitsmarkt und ja, alles ist scheisse, tja, darum wieder mal völlig besoffen gewesen gestern....so wie die letzten 365 Tage...immer irgendwie drauf. Eigentlich nachvollziehbar, das Personalchefs gucken, was ihre Bewerber so treiben - blöd halt, wenn diese minutiös twittern: wie voll sie gerade sind, mit wem sie eben gefickt haben oder wie fest ihr Stuhl vorhin war. Shit happens! Passiert halt, aber es will keiner wirklich wissen. Manche Führungskräfte haben nicht vergessen, daß auch sie einmal jung waren. Erinnern sich an ihre Ausfälle. Aber wer stolz posaunt, er habe unzählige Fehltage, der wird keine erneute Chance bekommen, auch nicht von einem legeren Chef.

Vielen fehlt das Grundgerüst, das Rückgrat. Verantwortung tragen. Sein Handeln mit konsequenter Haltung vertreten. Einstehen.

Fehler passieren. Jedem. Unfehlbar ist niemand. Gefälschte Doktorarbeit? Als Sponti mit Steinen geworfen? Heimlich mit Waffen gedealt? Schmiergeld empfangen? Schwarzgeld? Na logo! Aber dazu gestanden, nee, nicht wirklich, erst, als die Beweislage erdrückend war. Dann Ausreden erfunden, reumütig zu Kreuze gekrochen, leicht gewinselt, längere Zeit verstummt, milde Strafe bekommen, aus dem öffentliche Fokus verschwunden und nach geraumer Zeit wieder gekommen. Hat jemand geschrien? Nein!Vielleicht bekommt man als Großer, als Player der oberen 10000 öfter eine Chance, eine zweite Chance? Hat den Anschein...

Hm, das halbvolle Glas...leere Glas...wie auch immer. Gummirücken kommen weiter, denn sie biegen sich, wie es verlangt wird. Wie war das? Ach ja, mangelndes Rückgrat! Steife Buckel bleiben klein...zu schade...den sie haben all das, was allen sonst so fehlt: ein Grundgerüst der Tugenden.

11.3.11 20:03


Zitat

"Irgendjemand hat mal gesagt, in dem Moment, wo man sich damit aufhält, darüber nachzudenken, ob man jemanden liebt, hat man schon für immer aufgehört, ihn zu lieben."

Aus "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón

8.3.11 20:15


6.3.11 16:19


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